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Intermittierendes Fasten - Update und wertvolle Tipps

Wie im letzten Blogpost angekündigt, habe ich in den vergangenen 7 Tagen Intervallfasten für mich getestet. In diesem Post berichte ich Dir von meinen Erfahrungen, ziehe ein erstes Fazit und teile noch ein paar Tipps, wie sich das Intervallfasten leichter durchhalten lässt.

 

Ich habe mich für das 16:8 Intervallfasten entschieden, was bedeutet, dass man täglich ein Fastenintervall von 16 Stunden einhält und dann während 8 Stunden seine Mahlzeiten zu sich nimmt. Bei mir lief das meist darauf hinaus, dass ich um ca.12 Uhr meine erste Mahlzeit zu mir genommen habe und dann vor 20 Uhr mit meinem Abendessen das Essintervall beendet habe. Ich habe als kurz gesagt einfach das Frühstück ausgelassen. Geplant war dann eine dritte Mahlzeitum ca. 16 Uhr, wobei ich gestehen muss, dass ich nachmittags doch öfters gesnackt habe und es nicht bei drei Mahlzeiten blieb.

 

Konkret wollte ich nach diesem 7-Tage-Testlauf folgende Fragen für mich beantworten:

  • Wie lässt sich die Methode in den Alltag einbauen?

Gut! Allerdings muss man schon an seinen Gewohnheiten arbeiten. Konkret gab es bei mir zwei Vorfälle, die mich daran gehindert haben, mein 16 Stunden Fasten-Intervall einzuhalten: Einmal war ich vormittags zum Kaffee verabredet und habe erst mit dem Cappuccino in der Hand das Problem realisiert, einmal hatte mein Vater Geburtstag und ich war zum Brunch eingeladen. Ich habe nicht vor, dass 16 Stunden Fasten am Wochenende streng durchzuziehen, sondern möchte mir die Flexibilität lassen, mit meinen Lieben zu frühstücken. Unter der Woche möchte ich das Intervall aber einhalten und dann halt wenn nötig auf Tee ausweichen, wenn alle um mich herum ihren leckerenMilchkaffee schlürfen...

Intervallfasten hat übrigens auch praktische Vorteile! Es ist durchaus angenehm, wenn man sich keine Gedanken machen muss, was man am Vormittag essenmöchte/sollte.

  • Wie sieht es mit meiner Leistungsfähigkeit (und Stimmung :-) ) in der Fastenperiode aus?

Ich muss gestehen, dass es nicht immer einfach war, bis zum Mittag nichts zu essen. Ich behaupte aber, dass dies bei mir ein rein psychologisches Problem war. Ich hatte keinerlei körperliche Beschwerden (Bauchschmerzen, Schwindel oder Ähnliches) sondern hatte einfach richtig Lust zu essen. Ich habe auch zweimal Sport am Morgen gemacht und habe mich in meiner Leistungsfähigkeit nicht beeinflusst gefühlt. Meine Stimmung war völlig ok; grundsätzlich war es sehr viel einfacher für mich, wenn ich abgelenkt war und viel zu tun hatte, da sonst meine Gedanken oft ums Essen kreisten.

  • Wie fühle ich mich nach 7 Tagen Interfallfasten?

Gut! Ich habe mich in den 7 Tagen immer gut gefühlt. In den Fastenintervallen habe ich mich sehr leicht gefühlt und es war sehr befriedigend, nach so vielen Stunden eine Mahlzeit mit echtem Hunger zu sich zu nehmen. Ich habe mir dann auch bewusst Zeit genommen und in Ruhe gegessen.

  • Spühre oder sehe ich etwas von den angepriesenen Effekten?

Aktuell spüre oder sehe ich noch keine Veränderungen. Ich habe mich aber sehr gut gefühlt mit den langen Essenspausen und möchte das Konzept gerne länger testen. Konkret bis Ende Juli; damit ich das Ganze gut 6 Wochen ausprobiert habe. Ich denke, dann sollte man das Konzept auch gut beurteilen können.

Ich hoffe dabei auf folgendes:

…dass mir das Einhalten des Fastenintervalls leichter fällt/sich in meinem Alltag etabliert

…dass sich das bewusste Essen positiv auf mein Essverhalten auswirkt und ich auch in der Essphase vernünftige Entscheidungen treffe

…und dass ich 2-3 Kilos vor meinen Ferien verliere :-)

 

Um mir die nächste Zeit zu erleichtern, habe ich nach Experten Tipps gesucht, um mir das Fastenintervall angenehmer zu machen. Diese Tipps möchte ich anwenden:

  • Viel trinken: Kalorienfreie Getränke füllen den Magen, d.h. viel Wasser und Tee trinken
  • Den Hunger relativieren: Hunger ist etwas völlig Natürliches und geht sofort vorbei, sobald man etwas isst. Und die nächste Mahlzeit ist nicht weit entfernt! Zudem ist Hunger Gewohnheitssache und wird mit jedem Tag weniger werden.
  • Den Hunger positiv sehen: Hunger entwickeln ist ja irgendwo das Ziel des IF – also freue ich mich darüber. Hunger = Fettabbau :-).
  • Ablenken: Wenn der Hunger kommt, ist Ablenkung Gold wert. Nach einem Spaziergang oder einem netten Gespräch hat man ihn oft schon vergessen. Und wenn man sich im Büro von Meeting zu Meeting hangelt, ist der Vormittag auch ruck zuck durch.Während dem Sport vergesse ich meinen Hunger übrigens auch – ideal ist für mich deshalb eine Sporteinheit direkt vom dem Mittagessen.
  • Mir Gutes tun/mich belohnen: Essen ist für uns oft Belohnung. Wenn man sich bewusst etwas Gutes tut, verschwindet oft auch die Lust aufs Essen (z.B. eine Massage, ein Bad, ein gutes Buch bei einer Tasse Tee)
  • Heisshunger möglichst vermeiden: Süssstoffe führen oft zu verstärktem Hunger und belasten den Körper (was wir beim Fasten ja vermeiden wollen). Deshalb lieber etwas Bitteres wie z.B. Grüntee zu sich nehmen.
  • Einen Notfall Plan haben: Sollte es doch mal ganz schwierig werden, kann man auf ein Kaugummi oder etwas Bouillon zurückgreifen.

Ich bin gespannt,was die nächsten Wochen bringen und werde Ende Juli wieder berichten.

 

Hast Du Erfahrungen mit Intervallfasten? Über Berichte würde ich mich freuen!

 

Herzlichst, Deine Fräulein Fein

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