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Mehl 1x1

Ich verzichte nicht auf Weizenprodukte, versuche aber, wenn ich selbst backe, auf verschiedene Mehle zurückzugreifen. Denn in industriell hergestellten Produkten ist fas timmer Weizen enthalten und ich halte es für sinnvoll, sich nicht zu einseitig zu ernähren, sondern möglichst viele verschiedene Lebensmittel in seinen Speiseplan einzubauen – das gilt auch für Getreide.

In diesem Artikel möchte ich Dir einen Überblick über die Mehle geben, die ich bereits ausprobiert habe und die mehr oder weniger regelmässig zum Einsatz kommen.

 

Glutenfrei:

 

Buchweizen zählt zu den Pseudogetreiden und hat einen nussigen Geschmack. Mit Weizen ist er trotz seines Namens nicht verwandt. Buchweizenmehl wird traditionellerweise z.B. für herzhafte Crèpes (Galettes) verwendet und ist in der osteuropäischen Küche oft zu finden. Ich finde es sehr vielseitig und nutze es für verschiedenste herzhafte Teige; es ist eines der Mehle, das ich immer zuhause habe. Es ist gut verfügbar und nicht zu teuer.

 

Reismehl verhält sich anders als Weizenmehl, wird beim Backen oft krümelig – was nicht schlecht sein muss. Ich verwende es gerne in kompaktem süssen Gebäck, z.B. in meinem Zitronenkuchen oder auch in Keksen. Oft mische ich es mit anderen Mehlen. Inder asiatischen Küche ist es sehr weit verbreitet. Mein Reismehl bereite ichselbst zu, in dem ich Vollkornreis fein mahle. Es ist somit gut verfügbar und günstig.

 

Kichererbsenmehl besteht aus geschälten, fein vermahlenen Kichererbsen und schmeckt nussig-süsslich. Man kann daraus tolle orientalische Spezialitäten wie Falafel oder Humus aber auch Crèpes zaubern. Ich habe es bislang nur in herzhaften Gerichten verwendet, da der Kichererbsen Geschmack doch recht stark ist. Das Mehl punktet durch seinen hohen Eiweiss- und Ballaststoffgehalt.

 

Sojamehl enthält viel Eiweiss und Ballaststoffe. Ich verwende es gerne für herzhafte Backwaren und ersetze 20-30% der Mehlmenge mit Sojamehl – auch dieses Mehl bindet viel Flüssigkeit und macht das Gebäck kompakt. In der veganen Küche wird Sojamehl oft als Ei-Ersatz beim Backen verwendet. Es ist relativ günstig und in Bioläden erhältlich.

 

Kokosmehl ist proteinreich,low carb, glutenfrei, ballaststoffreich und schmeckt toll nach Kokosnuss. Allerdings lässt sich Weizenmehl nur begrenzt durch Kokosmehl ersetzen, da es sehr viel Flüssigkeit bindet. Ich verwende Kokosmehl gerne in süssen Gebäck, das etwas kompakter sein darf wie z.B. in Keksen, oder ersetze einfach nur einen kleinen Teil der Mehlmenge mit Kokosmehl. Kokosmehl gibt es von verschiedensten Herstellern; einige davon recht günstig und in vielen Bioläden erhältlich.

 

Marronimehl (Kastanienmehl) schmeckt süss und enthält viel Kalium und weitere Vitamine und Mineralstoffe.Ich verwende es gerne in süssem Gebäck oder auch in Brot, das einen feinen Marronigeschmack haben soll. Das Mehl ist nur imgut sortierten Bioladen zu bekommen und eher hochpreisig. Somit eher ein Mehl für besondere Gelegenheiten.

 

Hafermehl bereite ich wie Reismehl selbst zu, in dem ich Haferflocken fein mahle. So ist es sehr gut verfügbar und sehr günstig. Es ist vielseitig verwendbar und macht sich z.B. in Keksen sehr gut. Haferflocken sind grundsätzlich glutenfrei; können aber verunreinigt sein. Für Zöliakie Betroffene ist auf die speziell ausgezeichnete glutenfreie Variante zu achten.

 

Nicht-glutenfrei:

 

Dinkel ist nah mit Weizen verwandt und geschmacklich kaum von ihm zu unterscheiden. Mit Dinkelmehl lässt sich Weizenmehl sehr leicht ersetzen und punktet dabei mit einem hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Er enthält viel Gluten, ist aber dennoch leicht verdaulich. Dinkelmehl ist in vielen Supermärkten für wenig Geld erhältlich.

 

Roggenmehl hat einen aromatischenGeschmack. Roggen ist seiner Vollkorn Variante sättigt lange und enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Ich schätze den Geschmack sehr in herzhaften Backwaren. Auch dieses Mehl ist günstig und in Supermärkten erhältlich.

 

Du siehst bei Mehlalternativen gilt es etwas auszuprobieren. Nicht alle Mehle eignen sich für jedes Rezept und nicht jeder mag das gleiche Mehl. Ich finde, es macht sehr viel Spass, mit unterschiedlichen Mehlen zu backen und ich mag die Abwechslung, die sie in meine Küche bringen. Im Moment wartet ein Hanfmehl noch auf seinen Einsatz. Ein Update mit weiteren Varianten folgt bestimmt!

 

Welche Mehle verwendest Du gerne?

 

Herzlichst, Deine Fräulein Fein

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